In wirtschaftlich und politisch unruhigen Zeiten wagten Karl und Mathilde Böser 1928 den Schritt in die Selbständigkeit.

Karl, Sohn einer Bauernfamilie und gelernter Feinmechaniker, kam um 1920 mit Anhängern der Reformbewegung in Kontakt und war fasziniert von deren Idealen. Nach einer Reise zum Monte Verita, dem Mekka der „Lebensreformer“, stand sein Entschluß fest, ein Reformhaus zu eröffnen.

1945 half die Tochter Ilse ihrem Vater, das im Krieg zerstörte Geschäft wieder aufzubauen. Mithilfe ihres Engagements konnte 1949 das Geschäftshaus erworben werden.

Nach Karl Bösers Tod ging das Reformhaus in Ilses Hände über.

Die Enkelin des Firmengründers, Cornelie Hornung, stieg 1971 in das Familienunternehmen ein und erweiterte es 2003 um das traditionsreiche Reformhaus Neuleben in der Douglasstr. 24 in Karlsruhe.

Mittlerweile ist auch ihr Sohn Johannes aktiv im Unternehmen tätig und setzt die Familientradition fort.

Die Reformhäuser Böser in Durlach und in Karlsruhe-City sind regelrechte Institutionen, die durch traditionelle und innovative Werte fest im Geschäftsleben Karlsruhes verwurzelt sind.